Alltagsgeschichten

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„Mama, ich will einen Hund!“ – Wie man sich im Mehrgenerationenhaus um die Haustierfrage herummogelt.

Früher oder später ist er in jeder Familie da, der Wunsch nach einem Haustier. Wenn es nach den Kindern geht, kann es gar nicht groß genug sein. Am liebsten ein Pferd oder wenigstens einen Hund. Aus Elternperspektive stellt sich das ganz anders dar. Wohlwissend, dass die Begeisterung für das neue Familienmitglied über kurz oder lang nachlassen und am Ende doch alles an mir hängen bleiben würde, lautete meine Antwort deshalb: „Nein!“ Und bei dem Gedanken an regelmäßiges Füttern, bespielen, Auslauf und traurige Haustieraugen, wenn das alles nicht geschieht, schob ich noch „Ein Tier kommt mir nicht ins Haus!“ hinterher.

Enttäuschung auf der anderen Seite – und der feste Entschluss, nicht locker zu lassen. Als ich gefühlte fünfzig Weichklopfversuche später mit der Nachbarin sprach, sagte sie nur: „Die Diskussion kenne ich.“ Und einen guten Vorschlag lieferte sie gleich mit. „Wie wäre es, wenn wir uns zusammentun?“ Die Idee eines Gemeinschaftshaustieres war geboren. Pferd (zu groß) und Hund (ständig Gassi gehen) waren schnell von der Liste gestrichen. Kaninchen sollten es sein. Inzwischen kümmern sich fünf Kinder um drei Kaninchen. Zwischendurch waren es mal sieben – Kaninchen, nicht Kinder. Es gibt einen gemeinsam gezimmerten Stall im Garten, reihum Dienste fürs Füttern und Ausmisten. Die Kinder sind glücklich und mal mehr und mal weniger beschäftigt mit ihren neuen Freunden.

Was daran generationsübergreifend ist, mögen Sie sich fragen? Nun, unsere kleine Tiergemeinschaft profitiert sehr von den Nachbarn, die dieses Thema mit ihren eigenen Kindern schon durchlebt haben. Denn sie packen einfach mit an, wenn wieder mal eines der Kaninchen ausgebüxt ist und eingefangen werden muss. Manchmal übernehmen sie auch das Füttern.

Ich bin sehr froh über unsere Gemeinschaftshaustiere, denn so muss ich nur einmal in der Woche und ab uns zu am Wochenende fragen: „Sind die Kaninchen schon gefüttert?“ (BL)

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Der Verein

„Wohnen mit Alt und Jung e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der seine Idee einer generationsübergreifenden Hausgemeinschaft in die Tat umgesetzt hat. Der Verein zählt zur Zeit 43 Mitglieder. Beinahe alle wohnen im Mehrgenerationenhaus im Kölner Stadtteil Neu-Ehrenfeld und bilden eine aktive Hausgemeinschaft.

Wer wir sind

Wir – das sind 26 Erwachsene und zwölf Kinder, die ganz unterschiedliche und individuelle Lebenswege zu “Wohnen mit Alt und Jung” (WAJ) geführt haben.

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