Die Pendler

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Geschichten vom generationenübergreifenden Pendeln: „Wenn wir alt sind, ist Anne Clark WDR 5“

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Mehr als 1 Stunde vom Wohnort zum Arbeitsplatz. Ich habe lange gedacht, daran gewöhne ich mich nie. Deswegen aber nach Bonn ziehen und unser Mehrgenerationshaus verlassen? Das war für mich nie eine Option. Seit wir aber eine kleine WAJ-Reisegruppe mit 2-4 Teilnehmer/-innen sind, vergeht zumindest der Hinweg wie im Flug. Meistens zumindest. 30 Minuten Verspätung oder den DSC_0067Zugausfall der 08:00-Verbindung steckt man je nach aktueller Befindlichkeit und Stresspensum bei der Arbeit mehr oder wenig lässig weg, kurzweiliger als früher ist es allemal. Denn die Themen gehen nie aus und beginnen durch das „Generationenübergreifende“ ja auch immer wieder von vorn. Geht’s bei dem oder der einen um die weiterführende Schule und die beginnende Pubertät, steht bei den anderen dann wieder der Kita-Gruppenwechsel oder die Einschulung an. Immer aktuell natürlich: Wie war es gestern beim Plenum? Oder: Wo ist eigentlich die Frau, die immer die rohen Champignons zum Frühstück isst? Oder: welches ist der beste Standort zum Sitzplatzergattern? Da der Zug immer woanders hält und manchmal sogar der Bahnsteig wandert, wird auch diese Frage nie langweilig.

Erst kürzlich ist uns bei der gemeinsamen Zugfahrt aber aufgefallen, dass es bald vorbei ist mit dem generationenübergreifenden Pendeln. Dass wir bald alle zum „mittelalten Segment“ gehören… und dann alle sagen können: „Wenn wir alt sind, ist Anne Clark WDR 5“… Aber da das Pendeln inzwischen fast schon Spaß macht, ist die Stellensuche in Bonn auch für andere WAJler vielleicht gar nicht mehr so abwegig. Vielleicht sind wir dann ja bald schon wieder ein generationenübergreifendes Trüppchen.

(P.S.: Unser nächstes Projekt – als weiterer Anreiz: Endlich mal mit dem Großvorhaben „Pendel-Buch“ starten. Dort wollen wir dann alle die Geschichten unterbringen, die tagein tagaus beim Pendeln passieren – uns und den Menschen um uns herum, die uns oft lautstark daran teilhaben lassen) CK

Der Verein

„Wohnen mit Alt und Jung e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der seine Idee einer generationsübergreifenden Hausgemeinschaft in die Tat umgesetzt hat. Der Verein zählt zur Zeit 43 Mitglieder. Beinahe alle wohnen im Mehrgenerationenhaus im Kölner Stadtteil Neu-Ehrenfeld und bilden eine aktive Hausgemeinschaft.

Wer wir sind

Wir – das sind 26 Erwachsene und zwölf Kinder, die ganz unterschiedliche und individuelle Lebenswege zu “Wohnen mit Alt und Jung” (WAJ) geführt haben.

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